{"id":807,"date":"2014-04-27T15:58:22","date_gmt":"2014-04-27T13:58:22","guid":{"rendered":"http:\/\/wordpress.heimatbund-garching.de\/?p=807"},"modified":"2019-05-29T16:01:47","modified_gmt":"2019-05-29T14:01:47","slug":"ausstellung-hurra-es-ist-krieg","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.heimatbund-garching.de\/?p=807","title":{"rendered":"Ausstellung: &#8222;,Hurra\u00b4 \u2013 Es ist Krieg&#8220;"},"content":{"rendered":"\n<p>Sonderpr\u00e4sentation des Heimatmuseums \u00fcber den 1. Weltkrieg \u2013 F\u00fcr Besucher ab 4. Mai ge\u00f6ffnet<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-columns has-2-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-9d6595d7 wp-block-columns-is-layout-flex\">\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\">\n<figure class=\"wp-block-image\"><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" width=\"618\" height=\"419\" src=\"http:\/\/wordpress.heimatbund-garching.de\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/uniform.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-809\" srcset=\"https:\/\/www.heimatbund-garching.de\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/uniform.jpg 618w, https:\/\/www.heimatbund-garching.de\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/uniform-300x203.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 618px) 100vw, 618px\" \/><figcaption>Den Eingangsbereich der Sonderausstellung (oben) hat Alfred Maurer, 2. Vorsitzender des Heimatbunds, mit zwei bayerischen Uniformen als wahren Blickfang gestaltet: links die eines Offiziers, rechts die eines einfachen Soldaten. <\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\">\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"aligncenter\"><img decoding=\"async\" width=\"200\" height=\"120\" src=\"http:\/\/wordpress.heimatbund-garching.de\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/vasen.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-808\"\/><figcaption>Als Ablenkung haben sich die Soldaten auch k\u00fcnstlerisch bet\u00e4tigt. Das Kreuz im Bild rechts ist aus Granatsplittern gefertigt, die Kelche sind aus Granath\u00fclsen gemacht.  Fotos: Spielhofer<\/figcaption><\/figure><\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"alignleft is-resized\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/wordpress.heimatbund-garching.de\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/Plakat_1.Weltkrieg.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-811\" width=\"250\" height=\"354\" srcset=\"https:\/\/www.heimatbund-garching.de\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/Plakat_1.Weltkrieg.jpg 500w, https:\/\/www.heimatbund-garching.de\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/Plakat_1.Weltkrieg-212x300.jpg 212w\" sizes=\"(max-width: 250px) 100vw, 250px\" \/><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p>Garching. Vor 100 Jahren ist der 1.Weltkrieg ausgebrochen. Ein Krieg, der anfangs allgemein begeisterte, nat\u00fcrlich einen schnellen deutschen Sieg voraussetzte und bei dem die Soldaten singend und pfeifend ins Feld zogen. Dieser Kriegstaumel fand auch in den Kinderzimmern in Form von Spielzeug statt. Ein unvorstellbarer Krieg, der letztlich 9340216 Gefallene und 21373292 Verwundete forderte.<\/p>\n\n\n\n<p>Dieses wichtige Thema hat der Heimatbund aufgegriffen und widmet ihm eine Sonderausstellung mit dem Titel &#8222;,Hurra\u2018 \u2013 Es ist Krieg&#8220; mit Dokumenten des 1.Weltkriegs von 1914-1918. Zweiter Heimatbund-Vorsitzender Alfred Maurer war seit November mit den Vorbereitungen ehrenamtlich besch\u00e4ftigt. Es ist ihm ein gro\u00dfes Anliegen, dass dieses St\u00fcck Zeitgeschichte nicht vergessen wird.<\/p>\n\n\n\n<p>Historischesaus PrivatbesitzEigentlich hatte er kein konkretes Konzept f\u00fcr die Aufbereitung und Pr\u00e4sentation. &#8222;Die Ausstellung w\u00e4chst, das Material wird immer mehr&#8220;, erz\u00e4hlt er im Gespr\u00e4ch mit der Heimatzeitung. Er freut sich \u00fcber die vielen Leihgaben der Heimatbund-Mitglieder und einzelne historische Dinge aus Privatbesitz zum Thema. &#8222;Dieses ,Hurra\u2018 war provozierend, der Krieg war nicht Hurra, es war der Zeitgeist&#8220;, sagt Maurer.<\/p>\n\n\n\n<p>Nun, kurz vor der offiziellen Er\u00f6ffnung, ist die Ausstellung weitgehend fertig. Geworden ist ein Rundgang vom euphorischen Anfang \u00fcber die Erkenntnis der Grausamkeit bis hin zum Kriegsende und die Belohnung durch das Vaterland, dokumentiert auf Stelltafeln und in Glasvitrinen. Dabei war Maurer wichtig, dass auch die regionale Verbindung hergestellt wird: dass der Krieg nicht irgendwo tobte, sondern sich auch vor Ort auswirkte.<\/p>\n\n\n\n<p>Gleich am Eingang der Ausstellung sind die Kriegsherren anzutreffen: K\u00f6nig LudwigIII. von Bayern und Kaiser Wilhelm sowie bayerische Uniformen von einem Offizier und einem einfachen Soldaten. Auf der Schautafel &#8222;Mobilmachung und Kriegsausbruch&#8220; sind u.a. Zeitungsberichte vom Burghauser Anzeiger ausgestellt. Unter den Exponaten ist auch ein Testament von Johannes Heistinger, vom Wagner auf der D\u00fcrr, &#8222;bevor er ins Feld gegangen ist&#8220;, erkl\u00e4rt Maurer. Auch die Garchinger Rekruten sind abgebildet.<\/p>\n\n\n\n<p>Gezeigt werden Feldpostbriefe von Matth\u00e4us Langschartner, die sich wie ein roter Faden durch den Krieg ziehen, die auch von der anf\u00e4nglichen Begeisterung erz\u00e4hlen und mit der Erkenntnis der Grausamkeit des Krieges enden. &#8222;Das Eiserne Kreuz hat sich durch das ganze damalige Leben gezogen&#8220;, erkl\u00e4rt Maurer. So gibt es von der &#8222;Kriegszeit in der Wohnstube&#8220; Gedenkteller, Aschenbecher, Tassen, ja sogar Ausstechformen f\u00fcr Weihnachtspl\u00e4tzchen in der Form dieses Ordens. Eine absolute Rarit\u00e4t d\u00fcrfte der Christbaumschmuck sein, den Maurer im Internet ersteigert hat: Soldatenk\u00f6pfe oder ein Zeppelin.<\/p>\n\n\n\n<p>61 Gefalleneaus Garching Die Ausstellung erz\u00e4hlt auch von der Realit\u00e4t des Kriegs, vom Hunger daheim, vom Kriegs-Notgeld, von den Kriegs-Anleihen. An alle 61 Gefallenen aus der heutigen Gemeinde Garching wird mit Sterbebildern erinnert. Bei Kriegsende gab es den &#8222;Dank des Vaterlandes&#8220; mit Orden und vielleicht einer Rente. &#8222;Davon hat man aber nicht leben k\u00f6nnen&#8220;, so Maurer.<\/p>\n\n\n\n<p>Als Ablenkung in den Sch\u00fctzengr\u00e4ben bet\u00e4tigten sich die Soldaten auch k\u00fcnstlerisch. Beispielsweise entstand ein Kreuz aus Granatsplittern oder Gef\u00e4\u00dfe aus Granath\u00fclsen. Eine Extra-Abteilung widmet sich Josef Dirscherl, der ab 1922 in Garching lebte, als Lehrer arbeitete und seine Eindr\u00fccke als Soldat in Bildern festhielt.<\/p>\n\n\n\n<p>Die offizielle Er\u00f6ffnung mit B\u00fcrgermeister Wolfgang Reichenwallner findet am Montag, 28. April, statt. F\u00fcr Besucher ist die Ausstellung erstmals am Sonntag, 4. Mai, von 10 bis 12 Uhr und von 14 bis 17Uhr ge\u00f6ffnet. Die Ausstellung l\u00e4uft bis Oktober und kann jeden ersten und dritten Sonntag im Monat besucht werden. Der Eintritt ist frei. Nach Vereinbarung gibt es auch F\u00fchrungen f\u00fcr Gruppen oder Vereine. Ausk\u00fcnfte werden unter 08634\/ 8434 oder 7228 erteilt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Sonderpr\u00e4sentation des Heimatmuseums \u00fcber den 1. Weltkrieg \u2013 F\u00fcr Besucher ab 4. Mai ge\u00f6ffnet Garching. Vor 100 Jahren ist der 1.Weltkrieg ausgebrochen. 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