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Wegkreuz Brandhub

Südwestlich der Einmündung in die Straße von Neukirchen nach Wald steht ein Wetterkreuz, das zum Hof von Anton u. Maria Huber in Brandhub gehört. Auf eine lange Tradition weist der unter Flurnummer 60 für die Gemeinde Neukirchen eingetragene Name „die zwei Wetterkreuzlandl“ hin. Ihn findet man auch im Kataster von 1850. Bereits 1889 hatte der damalige Bauer Mathias Rausch das Kreuz erneuern und benedizieren lassen, wie ein Schreiben vom Bischöflichen Ordinariat Passau beweist. Nachdem es zunächst dem Straßenbau nach Wald weichen musste, wurde es später beim Transformatorturm wieder aufgestellt. Nach starker Beschädigung wurde es für fast 20 Jahre entfernt und erst 1991von Hans Aicher renoviert und am 22. Juni 1991 wieder aufgestellt. Am 5. Juli 1991 erhielt es von Pfarrer Max Eckl aus Halsbach den kirchlichen Segen, im Herbst des gleichen Jahres pflanzte der Bauer zu Brandhub links und rechts je einen Ahornbaum.


 
 
Bildstock am Kellerberg

Kellerberg, 30 m oberhalb Einfahrt zum Schloss.
Im Herbst 1987 begann Paul Maier mit Einwilligung des Besitzers mit der Renovierung des bis dahin achtlos schief, mit Gras zugewachsen hinter einem Zaun befindlichen Marterls. Mit Hilfe von Josef Huber und Hartl Hiermeier stellten sie zunächst den Stein wieder auf, der fast bis zur Hälfte in den Boden versunken war. Paul Maier ließ eine neue Blechtafel fertigen, auf die er zur Erinnerung an all die Unglücke, die sich hier am Berg ereigneten, ein Fuhrwerksunglück in Öl malte. Aus Erzählungen wusste man, dass auf der alten, verrosteten Tafel ebenfalls eine solche Darstellung eines Unfalls abgebildet war, darunter eine Armenseelendarstellung. Auf diese wurde verzichtet. Unter dem Bild mahnt eine Inschrift auch die heutigen Verkehrsteilnehmer zur Vorsicht: „Zur Erinnerung an all jene, die durch Unfälle an diesem Berg ums Leben kamen. Gedenket ihrer im Gebet.“ Interessant: auf der Vorderseite des Steines eingemeißelte Jahreszahl 1837, vermeintlich das Datum der Erstaufstellung. Mehr ist dazu nicht bekannt. 
Das Bild wurde restauriert von Hermann Obele im August 2008 (Original im Museum)

 


 
 
 Feldkreuz Kirmaier

An der Straße, die von der Kreisstraße zum Hof führt, unterhalb des Hofes. Das als „Wetterkreuz“ bezeichnete schmiedeeiserne Kreuz stammt aus der Zeit um 1870.
Im älteren Sinne war mit der Marter Christi die Kreuzesdarstellung gemeint. So heißt es in einem alten Dokument: „Am Karfreitag, so man die marter nieder leget und küsset.“ oder „… wan  sie kniete vor unseres herrn martel.“ Solche Textstellen belegen den mittelhochdeutschen Sprachgebrauch von „marter“ oder „marterl“ im Sinne von Kreuz und Kruzifix. Diese Benennung des Gekreuzigten übertrug sich in der Folge auch auf die steinernen und hölzernen Male, die mit einem Kreuz oder einer Darstellung aus der Leidensgeschichte Jesu ausgestattet waren.

 

 

 

 

 

 

 

 


Wegkreuz Wimm
 
 
Wegkreuz Wimm

Unweit von Brandhub an der Straße nach Neukirchen ein Wetterkreuz an der Einmündung nach Wimm bei einer kräftigen Eberesche. Der Flurname „Wetterkreuzwiesen“ deutet auf eine lange geschichtliche Tradition hin. Nach Aussage des Besitzers Hans Kronposthuber in Wimm stand hier schon ein Kreuz „seit Menschengedenken“. Nachdem es beim Straßenbau von Neukirchen nach Wald im Jahr 1966 weichen musste, wurde das inzwischen von Thomas Hauser, Wiesen, erneuerte Kreuz an dieser Stelle, um einige Meter versetzt, wieder aufgestellt. Auch die Eberesche wurde etwa im Jahr 1970 gepflanzt. Das 55 cm hohe Christus- und eine 40 cm hohe Marienfigur, die zuletzt im Mai 1992 oberflächlich übermalt wurden.

 

 

 

 


 
Marienbildstock Frau aller Völker und aller Staaten

Paul Maier: Im Winter 1988/89 erhielt ich einen Anruf der Harter Frauenbundvorsitzenden Hörner. Sie erzählte, dass der Harter Hobbyschnitzer Sepp Huber schon lange eine Marienfigur für den Frauenbund gestiftet hatte … aber noch kein passender Platz dafür gefunden wurde. Sie wollte einen Bildstock errichten lassen und bat mich, ihr dabei behilflich zu sein. Bei einem Spaziergang fand ich eine geeignete Stelle und fertigte einige Entwürfe, die vom Pfarrgemeinderat begutachtet wurden. Kreisheimatpfleger Alois Stockner ergänzte diesen Entwurf und hocherfreut erzählte mir Frau Hörner im Herbst 1988, dass die SKW den Platz unter den Birken zur Verfügung stellt und auch die Kosten dieses Bauwerkes trägt.
ANA: Ein neuer Bildstock unterm Birkengrün (Mai 1989)
genehmigt im Bauausschuss Unterneukrichen, Baumeister Kornad Beretitsch, Stefan Hörner und Sohn Wolfgang haben in ihrer Freizeit dem Bildstock ein stattliches Ansehen verliehen. Das Ziegel-Mauerwerk, das auf einem Betonsockel steht, wurde mit Gratschnitt-Biber eingedeckt. Willi Kühnel fertigte ein schmiedeeisernes Gitter, das die Statuennische zieren und schützen soll. Mit der Bepflanzung und Begrünung war der Gartenbauverein Hart/Alz schon aktiv. Die Muttergottesstatue, deren Rohling Sepp Huber aus einer Südtiroler Fräserei besorgte, ist 53 Zentimeter groß. Einweihung des Bildstockes hat der Kath. Frauenbund auf 20. Mai (1989) festgesetzt. Nach einem Abendgottesdienst werden die Gläubigen in einer Prozession, die von der Musikkapelle Taufer angeführt wird, zum Bildstock ziehen. Dort wird Pfarrer Kasimir Spilmann die Weihe vollziehen.
In Zukunft will der Kath

. Frauenbund jährlich im Mai nach einer Lichterprozession am Bildstock eine Maiandacht halten.

 
Marterl am „Grünauer Steg“ am linken Alzufer

Ein besonders geformtes Marterl erinnert am Alzsteg bei Flusskilometer 25,0 an einen tragisch im Jahr 1940 Verunglückten.
„Hier / verunglückte, / Herr Gg. Meier / Fabrikarbeiter / v. Kirchweidach, / a. 20. Juli / 1940“
Nach Erzählungen seines Sohnes Georg Maier fuhr der Vater am Samstag, 20. Juli 1940 um 13 Uhr mit zwei Arbeitskollegen zur Schicht ins Werk der SKW in Hart. Dabei überquerten sie bei Rehdorf den Steg über die Alz. Dieser Steg war kurz zuvor durch das Hochwasser der Alz auf der Harter Seite um etwa 4 m weggerissen und durch einen langen Holzbalken notdürftig ausgebessert worden, natürlich schmal und ohne Geländer. Georg Maier schaute nach den großen Fischen, die damals noch in der Alz lebten, und wollte als Angler bald einen herausziehen. Um seine Kollegen wieder einzuholen, fuhr er über die Ausbesserungsstelle – seine Kollegen hatten ihre Fahrräder geschoben. Er aber stürzte im Uferbereich der Alz auf die großen Steine. Er zog sich neben einem Schädelbruch, einen Beinbruch, Rippenbrüche und innere Verletzungen zu. Als seine Kollegen zurückkamen, fanden sie ihn und brachten ihn sofort zum nächsten Haus. Im Krankenhaus erlag er zwei Tage später seinen Verletzungen. 1943 wurde zum ersten Mal eine Gedenktafel aufgestellt, mit Holzkantstamm und Holzdach. Etwa 1987 wurde die Schriftplatte von Georg Maier (Sohn) auf ein 77 x 57 cm großes Kupferblech aufgeschraubt und an einem Metallrohr befestigt.
vgl. K. D. Erich Bd. V S. 565 f (Anm.: auf dem Sterbebild wird Herrn Georg Maier gedacht, die Inschrift auf dem Marterl lautet jedoch auf Meier)

 
 
Heimhilger Kreuz

Zwischen Bruckmühl und der Antholznerkurve an der B 299 linkerhand auf Grundstück Karl Heimhilger (Eichenholz, Figur Grauguss)
Nach Auskunft von K. Heimhilger steht dieses Kreuz schon seit Urgroßvaters Zeiten an dieser Stelle und wurde wahrscheinlich als Feldkreuz für die Ländereien der Bruckmühle errichtet. Paul Maier (Heimatbund Garching) renovierte 1979 gemeinsam mit Karl Heimhilger das Kreuz.
Am 21.5.1979 wurde das Kreuz zur Erinnerung an die Bruckmüllner neu aufgestellt.“

 

 

 


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Mörner Jakobs-Kapelle

ca 250 m westl. des Hofes an der Verbindungsstr. Lehen-Ausleiten
Im Sommer 2009 renoviert
Man weiß, dass an dieser Stelle bis 1912 eine alte, verfallene Kapelle stand. Die damalige Besitzerin des Mörnerhofes Theresia Kainzmaier, eine sehr christl. und wohlhabende Frau, gab 1912 den Auftrag, eine neue Kapelle zu errichten. Sie wurde aus Ziegeln aufgemauert und erhielt ein schön geschmiedetes Gitter mit den Initialen19 PK – TK 12 = Peter und Theresia Kainzmaier 1912. Man nimmt an, dass dieses Gitter in Schmied am Lehen gefertigt wurde. Das an der oberen Nische angebrachte kleine Gitter hat dasselbe geschwungene Muster, kommt also aus der gleichen Werkstatt.
Die in der Kapelle aufgestellte Figur des hl. Jakob wurde 1970 daraus entnommen und im Mörnerhof aufgestellt. Man nimmt an, dass diese Figur ca 400 Jahre alt ist.
Bis 1928 standen neben der Kapelle einige Akazien, die wegen ihrer Größe gerodet und durch den jetzt dort stehenden Ahornbaum ersetzt wurden.
Seit „undenklichen“ Zeiten findet alljährlich bei dieser Kapelle am 25. Juli das „Jakobslaufen“ statt. (Erich S. 518 ff)

 

 
Galgensäule

Hirtnerstraße 6 im Garten des Anwesens der Familie Hiermeier, an der Abzweigung der Straße gegenüber der Galgensäule, die „An der Richtstatt“ heißt.
Die Galgensäule aus der Zeit zwischen 1277 und 1598 zur Erinnerung an die Walder Gerichtsbarkeit (Malefizgericht der Herrschaft Wald) steht seit Juli 1981 wieder an ihrem alten Platz, wo im Mittelalter Recht gesprochen und die gefällten Urteile auch vollstreckt wurden. Sie wurde im örtlichen Sprachgebrauch als Galgensäule bezeichnet. Die Säule selbst dürfte Schätzungen zufolge aus dem 16. Jhdt. stammen.
Die Säule verschwand vorübergehend, als die Kreisstraße Mitte der 70er neu trassiert wurde, wiedergefunden von Josef Huber in Halsbach und gegen einen ähnlichen Stein ausgetauscht.
Das Richteramt unterstand dem herzoglichen Pfleger als Vorstand im Gerichtswesen und in der Verwaltung. Beigegeben war ihm ein eigener Richter als Stellvertreter, der die Gerichsverhandlungen leitete und damit in der Hohen Gerichtsbarkeit (Malefizgericht) auch den Entscheid über Leben und Tod hatte. Die Gerichtsstätte – Hochgericht – stand am Ortsausgang des Dorfes Wald, an der Strassenabzweigung zur Lindachmühle. 

 

 

 

 

 

 

 
Hirschsäule im Hartwald

Inmitten des Hartwaldes, wo Hütweg und Finkenweg sich kreuzen, steht ein Steinmal mit Nische. Über seine Entstehung und das Alter gibt es keine genauen Angaben. Überliefert sind uns zwei Erzählungen:
Der Name Hirschsäule lässt an die Grafen von Wald denken, die hier vielleicht ein Jagdabenteuer mit glücklichem Ausgang bestanden.
Der Name Stachesäule weist auf St. Eustachius hin, dem ein weißer Hirsch mit einem Kreuz zwischen dem Geweih erschien.
Die neue Bildtafel wurde im Sommer 2009 angebracht. Es handelt sich um eine Tafel mit Folienbild.
Die Originaltafel wurde von Hermann Obele, Altötting, im Sommer 2009 angefertigt, sie befindet sich im Museumsarchiv.
Bis in die jüngste Vergangenheit werden die Darstellungen in der Säulennische immer wieder beschädigt. Eine ausführliche Dokumentation hierzu findet sich im Archiv des Heimatbundes Garching. 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


 
 
Wegkreuz Soiderer

 

Wegkreuz 20 m vor der Alzbrücke Richtung Wald direkt neben der Straße,
errichtet im Mai 1963 aus Anlass der Mission St. Nikolaus. Die Auftraggeberin war Frau Soiderer, die dem in der familieneigenen Schreinerei beschäftigten Leonhard Seeler die Anfertigung des Kreuzes übertrug. Der Corpus wurde vom damaligen Garchinger Pfarrer H. H. Bayerl aus Tirol beschafft. In der Nähe von Schwatz fand er diese wunderbare Christusfigur, die mindestens 300 Jahre alt ist. Er bezahlte 300 DM dafür. Zum Abschluss der seinerzeitigen Mission zogen die Gläubigen in einer Lichterprozession von der Garchinger Pfarrkirche aus zu diesem Kreuz, das daraufhin geweiht wurde.
Weil der „Zahn der Zeit“  an diesem Kreuz genagt hatte, tat sich Paul Maier mit Leonhard Seeler zusammen, um es wieder instand zu setzen (1981). P. Maier restaurierte den Corpus von Grund auf und erneuerte dessen Farbgebung in der ursprünglichen Art. So steht dieses Denkmal der Menschenliebe Christi wieder in neuem Glanz an der Stelle, an der es errichtet wurde und mahnt die Vorübergehenden zur stillen Besinnung.
Im Frühjahr 1996 beauftragte Charlie Soiderer den Heimatbund, das Kreuz wieder zu erneuern. Kirchenmaler Stöhr wurde mit der Neufassung der Christusfigur beauftragt. Es wurde am 24.9.1997 versehen mit kirchlichem Segen wieder aufgestellt.

 

 

 

 
 
Bildstock Langschwert/Winkelhart

Errichtet an Stelle der Langschwert Kapelle, die bei einem Unfall 1968 zerstört und vorübergehend durch ein eisernes Kreuz ersetzt wurde. Eine alte Votivtafel aus der Kapelle hängt im Hausgang von Michael Perschl. 1986 nach einem Werkplan von Peter Arnold erbaut: in die Nische kam eine mit Ölfarben gemalte Nachbildung der alten Votivtafel nach Entwurf von Paul Maier, gemalt von dem Vietnamesen To van Phuoc. Auf der alten Tafel sind abgebildet: Schmerzensmann, zur Seite St. Andreas und die Büßerin Maria Magdalena mit Salbgefäß, Stifterpaar in bäuerlicher Tracht. Fegefeuer. Text: Vernehmt es und glaubt es ihr Christen, die ihr das Reich Gottes begehrt. Erbarmen wird finden wer Hilfe den leidenden Seelen gewährt. Vater unser und Ave Maria Renoviert 1884

Die neue Tafel zeigt in ähnlicher Darstellung diese Motive nur ohne St. Andreas und Maria Magdalena. Im Oktober 1986 wurde vom Landratsamt Altötting eine Linde gepflanzt, der Bildstock verputzt und geweißelt. Eingeweiht wurde der Bildstock am Freitag, 9. Juni 1988, zusammen mit der Feldkapelle in Öd. 


 

Gedenkstein Osl

an der alten Straße nach der Bahnunterführung 100 m rechts.

An der Brandlleite ist dem verunglückten Gastwirtsurahnen Osl von Mauerberg dieser Gedenkstein errichtet. Der 1931 verstorbene Gastwirt Josef Osl erzählte dazu folgende Geschichte:
„Ich war damals ungefähr 10 Jahre alt und hütete auf dem Hügel zum Brandlanwesen die Schafe. Auf einmal trat der eigentliche Hüter, der bei den Erntearbeiten mitgeholfen hatte, zu mir und erklärte, dass er beauftragt sei mich abzulösen. Es erschien mir dies höchst sonderbar, jedoch verlor ich dies wieder rasch aus dem Gedächtnis und ging ahnungslos nach Hause. Weiter unten sah ich eine Gruppe von Dienstboten beisammen stehen, die irgendwas Wichtiges besprachen. Ich trat auch herzu aus Neugierde, und die Unterhaltung verstummte in meiner Gegenwart sofort, und ich konnte den Grund des Geheimnisses nicht erfahren. Etwas beunruhigter trat ich den Heimweg an, und da wurde mir beim Eintritt in das Kinderzimmer die Situation klar. Ich fand meinen Vater auf das Sofa gebettet vor und merkte, dass es schlimm um ihn stand. Er gab zwar immer noch Zeichen mit den Händen von sich, konnte sich aber nicht mehr verständlich machen, und bald gab er seinen Geist auf. Bis die Mutter, die nach Engelsberg gefahren war, zurückkehrte, brannten bereits die Totenkerzen.
Hernach erfuhr ich folgenden Augenzeugenbericht über den Unfall: Eine Fuhr Weizen war soeben aufgeladen worden, und der Vater sollte nach altem Herkommen das Gespann bedienen. Plötzlich scheuten die Pferde und gingen durch. Die Straße ging seinerzeit vor dem Bahnbau von der Brandlleite zum Wirtsanwesen. Die Spuren dieser alten Straße sind heute noch bei den Zypressenbäumen zu sehen. Der Vater kam unter den Wagen und wurde eine Strecke geschleift. Bis ein Knecht zu Hilfe eilen konnte, war das große Unglück bereits geschehen. Der Vater wurde nach Hause getragen und auf das Sofa gebettet, wo er im Alter von 45 Jahren die letzte Stunde erwartete. Solches trug sich zu am 2. August 1884, nachmittags 4 Uhr, wie aus der Inschrift im Gedenkstein zu lesen ist.“

 

 

 

Batschkakapelle (Marienkapelle) 

Am Mitterweg, Ecke Waldweg errichtet: Erinnert an das schmerzliche Geschehen der Vertreibung der donauschwäbischen Bevölkerung am Ende des Zweiten Weltkriegs. Ein unbehauener 90 cm hoher Findling rechts des Zugangs zur Marienkapelle drückt auf einer Inschrifttafel den Sinn des Bauwerkes aus: „“GEDENKEN / AN / KRIEG UND VERTREIBUNG / MAHNUNG / FÜR FRIEDEN UND VERSÖHNUNG / 1945 – 8. MAI 1995 / DIE DEUTSCHEN HEIMATVERTRIEBENEN““
Der Stein wurde anlässlich einer Maiandacht 1995 aufgestellt. Gleichzeitig wurde auch die Inschrift über dem Gitterbogen an der Kapelle nachgetragen:
„“19 * AVE MARIA * 89 „“.
Marienfigur von dem Hobbyschnitzer Josef Huber, Hart
Die Kapelle soll uns nach dem Willen der Erbauer, der Donauschwäbischen und Braunauer Heimatgruppen, an die Vertreibung erinnern, aber auch mahnen zum Gewaltverzicht und zum Frieden in Europa und der Welt.
Entwurf: Alois Stockner, Planung A. Holzmann 1988
Einweihung im Mai 1989 mit Ehrengast Otto von Habsburg (Abgeordneter im Europaparlament und Nachkomme des letzten Kaisers von Österreich) durch Kurat Peter Hullermann und Pfarrer Wallner. 

 

 

 


 

 

Marienkapelle Zeilhub

An der Straße, die vom Brandl her zum Weiler führt.
Der verstorbene Hofbesitzer Josef Endfellner in Zeilhub hatte keine leiblichen Nachkommen. Aus diesem Grunde adoptierte er 1981 das damalige Kind Christa Buchner aus AÖ. Sie übernahm den Hof, als Josef Endfellner 1995 starb.
Der Jungbauer (Karl Jäger) gelobte damals, wenn seine Kinder gesund zur Welt kämen, als Dank eine Kapelle zu bauen. Nachdem dieses in Erfüllung ging, hat er 1990 angefangen sein Gelübde in die Tat umzusetzen.
Die Kapelle steht in Ost-West Richtung und schließt mit einer halbrunden Apsis ab. In der Nische steht eine rot und blau gefasste Madonna aus Holz, erworben in der Wachszieherei Mayer in AÖ. Daneben ein hölzerner St. Florian. Die Nische ist von einem schön verzierten Gitter – gefertigt von Walter Czech aus Unterneukirchen – abgeschlossen. Im Gitter sind die Initialen C für Christa K für Karl eingearbeitet. Die Hintergrundbemalung wurde als Landschaft ausgeführt. 1992 war die Kapelle fertig und vervollständigt nun den schönen Vierseithof von Zeilhub.

 

 

 

 

Feldkapelle Tonihub (=Unterhub 68)

erbaut von Helmut Unterstein 1977, eingeweiht v. H. H. Pfr. Reinwald am 7. 9. 1978
Eine alte, sehr schön gemauerte und verputzte Feldkapelle war die Vorgängerin dieses Neubaus. Sie stand direkt an der Ecke des Grundstückes, und so manches Ochsen- und Pferdegespann und auch später der Traktor kratzten die Kurve und nagten somit am Leben dieser Kapelle.
Maria Unterstein ergänzt dazu am 31.8.1989:  Die Kapelle wurde 1974 bis auf das Votivbild geplündert (gestohlen wurden Gipsmadonna und Gipsengel) und teilweise zerstört.
Als man sie 1976 restaurieren wollte, erwies sie sich als baufällig. Sie stammte ungefähr aus den Jahren 1812 – 1837 und erinnert in iher Bauweise an die Lex-Kapelle, die ebenfalls in dieser Zeit errichtet wurde. Auch das in der Nische hängende Bild mit den 14 Nothelfern ähnelt deren Ausstattung.
Erbaut zum Dank für glückliche Rückkehr aus demRussland Feldzug (Napoleon 1812).
Die in der alten Kapelle aufgestellte Bildtafel aus Holz mit der Darstellung der 14 Nothelfer (in früher Zeit von Josef Dirscherl übermalt) ist jetzt im Haus der Familie
Unterstein untergebracht.
Die Inschrift rechts unten lautet:
„Im Jahre 1812 hatten / Die Unterhuber Ehe- / leute diese Tafel / erneuern lassen / in Ehren der 14 / Nothelfer, und der Armen Seelen / im Fegefeuer.“
Eine ungefähre Nachbildung der alten Tafel schuf 1989 der Vietnamflüchtling To von Phuoc aus München, ehemals im Pfarrhof Engelsberg einquartiert (1979). Nachdem auf der alten Tafel Einzelheiten schon schwer ersichtlich sind, gelang es ihm gut, die 14 Nothelfer neu zu malen. Die Tafel wird anstelle der Marienfigur in der Kapelle aufgestellt.  (25. 6. 89)